Kontaktaufnahmen – Begegnungen in Südostasien 1985 – 1998

Zur Ausstellung
Die Ausstellung versammelt Fotografien, die zwischen 1985 und 1998 auf Reisen durch
Südostasien entstanden sind. Die Bilder erzählen von flüchtigen Begegnungen, gegenseitiger
Neugier und einer Offenheit, die manchmal genügt, damit aus einem kurzen Augenblick eine
bleibende Erinnerung wird.
Die Bilder zeigen nicht nur menschliche Begegnungen, sondern auch eine Welt, die es in
dieser Form schon meist nicht mehr gibt – frei von Massentourismus, Smartphones und
sozialen Medien. So sind die Aufnahmen auch historische Zeugnisse, zeigen Menschen
Südostasiens in einer Zeit, in der sie noch weitgehend unbeeinflusst waren von
Globalisierung, Digitalisierung und der weitgehenden Unterwerfung des Sozialen unter die
Logik von Konsum und Profit. Viel ausländisches Kapital ist in den letzten Jahrzehnten in die
Länder Südostasiens geflossen: Traditionelle Lebensformen sowie soziale und familiäre
Bindungen der einfachen Leute haben darunter meist gelitten.
Zu den Fotografien wird erzählt, wie sie entstanden sind, und es werden Informationen zum
sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Hintergrund gegeben.
Über Jürgen Peters
Eine Kamera war für Jürgen Peters schon immer vor allem ein Werkzeug für die
Kontaktaufnahme: zur materiellen Welt der Natur und der menschengemachten Dinge,
insbesondere aber zu den Menschen, die diese Welt bewohnen. Fotografieren bedeutet für ihn
Begegnung und Interaktion. Insbesondere in fremden Kulturen, vorzugsweise Asien, das er
Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal bereiste. In diesem Kulturkreis ist das ‚Recht am eigenen
Bild‘ ein weitgehend unbekanntes Konzept, Menschen haben kein Problem damit, sich
fotografieren zu lassen und sind für neue Begegnungen meist sehr offen.
Jürgen Peters ist Mitglied des Fotoclubs Darmstadt.